Am 25. März 2017 fand mit allen Feuerwehren der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern (Unterabschnitt 4), vier weiteren des neu zum Bezirk gekommenen Feuerwehrabschnittes Klosterneuburg, einer aus dem Bezirk St. Pölten, dem Roten Kreuz und dem ASBÖ Purkersdorf, sowie der Suchhundestaffel eine Einsatzübung im Hotel-Restaurant Marienhof in Unterkirchbach statt.

Übungsannahme war ein durch Brandstiftung hervorgerufener Hotelbrand, welcher von einem Unbekannten mittels Brandbeschleuniger gelegt wurde. Im Hotel waren 97 Gäste anwesend, darunter mehrere Schwerstverletzte und eine Rollstuhlfahrerin. Der Täter selbst flüchtete. Die Gäste waren im Hotel eingeschlossen, da der Brand im 1. Stock des Gebäudes gelegt wurde.

Um 14:06 Uhr wurden die ersten drei Feuerwehren, FF Kirchbach, FF Hintersdorf und FF St. Andrä-Wördern mit der höchstmöglichen Brandstufe, B4, zu einem Hotelbrand alarmiert. Eine Minute später wurden auch schon weitere Feuerwehren alarmiert, FF Altenberg, FF Greifenstein sowie FF Hadersfeld. Zu guter Letzt wurden die Wehren FF Mauerbach, FF Klosterneuburg-Weidlingbach, FF Klosterneuburg-Maria Gugging, FF Klosterneuburg-Kierling und FF Klosterneuburg alarmiert. 

Aufgabe der Feuerwehren Kirchbach (örtliche Feuerwehr) und Hintersdorf war es, eine Übungsleitung aufzubauen und die Übung zu koordinieren. Es wurden auch Atemschutztrupps gestellt um die Gäste von innen zu retten.

Des Weiteren stellte die Feuerwehr Hintersdorf gemeinsam mit der Feuerwehr Klosterneuburg-Maria Gugging die Wasserversorgung für die Teleskopmastbühne (TMB) der Feuerwehr Klosterneuburg sicher. Diese Zubringerleitung wurde mit Hilfe eines Flachsaugers und der Tragkraftspritze aufgebaut. 

Hauptaufgabe der Feuerwehren St. Andrä-Wördern und Klosterneuburg war es mit der TMB weitere Personen aus den verrauchten Räumen durch die Fenster zu retten.

Die Feuerwehren Klosterneuburg-Kierling sowie St. Andrä-Wördern bauten einen Atemschutzsammelplatz auf, um die verbrauchten Flaschen der eingesetzten Trupps von allen Feuerwehren wiederzubefüllen. 

Die freiwilligen Kameraden aus Altenberg und Greifenstein stellten ebenfalls die Wasserversorgung aus einem angrenzenden Teich sicher. 

Zusätzlich stellten die Feuerwehren Hadersfeld und Weidlingbach einen Atemschutztrupp, um weitere Personen aus den verrauchten Räumen zu retten.

Das Rote Kreuz und der Arbeiter Samariterbund betreuten und kümmerten sich um die sehr gut geschminkten Verletzten, welche ihre Rolle als Opfer mehr als überzeugend spielten.

Jede beteiligte Feuerwehr stellte Atemschutztrupps, die alle Personen, die sich freiwillig als Übungsopfer zur Verfügung gestellt hatten, erfolgreich retteten und am Triage Platz dem Roten Kreuz bzw. dem Arbeiter Samariterbund übergaben.

Alles in allem lief die Übung sehr professionell ab und so konnte nach zwei Stunden das Übungsziel erreicht werden.

Abschließend gab es noch ein paar Worte von u.a. dem Abschnittsfeuerwehrkommandanten BR Leopold Mayer, dem Unterabschnittskommandanten des Unterabschnittes 4 HBI Johann Müllner und dem Bürgermeister der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern Maximilian Titz, die sich für das Engagement der freiwilligen Helfer und vor allem bei der Familie Bauer, die das Übungsobjekt zur Verfügung stellte, bedankten.

So ein Szenario ist leider möglich und durch die Übung ist sichergestellt, dass die Koordination der Einsatzorganisationen und somit auch die Rettung der in Gefahr befindlichen Personen effizient abläuft.

Beteiligte Einsatzorganisationen:

 

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Text : FT Florian Köhler, FF Hintersdorf
Fotos: FF Hintersdorf, FF Kirchbach, FF Weidlingbach